Marketing

Marketing mit Substanz: So findest du deine Strategie

Marketing fühlt sich oft groß an: viele Kanäle, viele Möglichkeiten, viele Erwartungen. Dabei entsteht Orientierung nicht durch Aktivität, sondern durch Klarheit. Sie beginnt innen – bevor du nach außen gehst.

1. Was Marketing mit Substanz ausmacht

Bevor du an Posts oder Farben denkst, lohnt sich eine einfache Frage: Was möchtest du mit deiner Arbeit bewirken? Diese Grundhaltung wirkt sich auf alles aus – auf deine Sprache, deine Themen, sogar auf dein Tempo. Marketing wird leichter, wenn du weißt, wofür du stehst.

Tipp:
Schreib dir drei Sätze auf:

  • Wofür dein Angebot stehen soll.
  • Wen du ansprechen möchtest.
  • Was jemand durch deine Arbeit gewinnt.

Das ist dein innerer Kompass. Du wirst später immer wieder darauf zurückkommen.

2. Klarheit bringt Ruhe

In meinen eigenen beruflichen Jahren – ob im Verlag, im Tourismus oder in der Bildung – habe ich erlebt, wie sehr Klarheit entlastet. Sie verhindert, dass man überall gleichzeitig anfängt. Sie hilft, Prioritäten zu setzen. Und sie schafft Raum für Entscheidungen.

Viele Frauen, die sich selbstständig machen, haben kein Marketingproblem – sie haben ein Sortierungsproblem. Sobald die Struktur steht, wird vieles einfacher.

Tipp:
Finde einen Satz, der beschreibt, was du tust – ohne Fachbegriffe.
Zum Beispiel:

  • „Ich begleite Frauen, die sich beruflich neu aufstellen wollen.“
  • „Ich entwickle Angebote für Menschen, die Ordnung in ihre Ideen bringen möchten.“

Ein klarer Satz wirkt wie ein Filter: Er ordnet, was dazugehört – und was nicht.

3. Für wen ist dein Angebot gedacht?

Eine der hilfreichsten Übungen, die ich aus meiner Arbeit kenne, ist der Kunden-Avatar. Nicht als Marketing-Trick, sondern als Orientierung.

Stell dir eine konkrete Person vor:

  • Wie alt ist sie?
  • Was beschäftigt sie?
  • Was wünscht sie sich?
  • Welche Fragen stellt sie sich gerade?

Gib ihr einen Namen, ein Bild, vielleicht sogar einen Satz, den sie oft denkt. Plötzlich wird Marketing persönlich. Du schreibst nicht mehr „an alle“, sondern an jemanden, der wirklich existieren könnte.

Tipp:
Such dir ein Foto (z. B. aus Canva), das deine Wunschkundin symbolisiert – druck es aus oder speichere es sichtbar ab. Es hilft enorm, fokussiert zu bleiben.

4. Eine Strategie, die zu dir passt

Marketing fühlt sich oft schwer an, wenn man versucht, zu viel auf einmal zu können. Dabei reicht es zu Beginn völlig, eine Entscheidung zu treffen:

  • Ein Kanal
  • Ein Format
  • Ein Schritt

Mehr braucht es nicht.

Tipp:
Frag dich: „Welche Form von Kommunikation fühlt sich für mich im Moment machbar an?“
Nicht: „Was sollte ich tun?“
sondern: „Wofür habe ich Kraft und Interesse?“

So entsteht ein Weg, der zu dir passt – nicht zu irgendwelchen Trends.

Fazit: Klarheit ist die leise Stärke im Marketing

Wenn du weißt, wofür du stehst, wen du ansprichst und wie du wirken möchtest, entsteht Ruhe. Marketing wird dann nicht lauter, sondern klarer. Es wird ein Werkzeug – kein Druck.

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